Akkordeon-Club Herbornseelbach e.V.

Wo Tradition auf Moderne trifft

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Akkordeon zeigt seine Facetten

Erstellt von enso am Donnerstag 19. November 2009

(aus Dill-Post, 17. November 2009)

Wer bei Konzerten des Herbornseelbacher Akkordeon-Clubs auf Seemannslieder und angestaubte Wanderromantik hofft, ist fehl am Platz: Einmal mehr haben am Samstagabend beim Jahreskonzert in der Mehrzweckhalle der Nachwuchs und das Hauptorchester das Akkordeon als ein ebenso modernes wie vielseitiges Instrument vorgestellt.

Natürlich gab es auch die ein oder andere Polka oder ein Marschlied zwischen den zeitgenössischen Sätzen, aber eben diese Abwechslung machte den Reiz des Konzertabends aus, zu dem zahlreiche Zuhörer in die Halle strömten. Das Schüler-Orchester unter der Leitung von Franz Seelhof eröffnete den Abend mit dem einstimmigen „Froher Start“, bevor es dann programmatisch „Locker vom Hocker“ – so der Titel des zweiten Stücks – weiterging.

Herbstkonzert2009Dass die Nachwuchs-Musiker nicht nur mit dem Akkordeon umgehen können, stellten die achtjährige Luisa Seel und die ein Jahr ältere Alena Nickel unter Beweis, die zu „Tief im Westerwald“ und dem Steigerlied „Glück Auf“ beeindruckende Gesangseinlagen lieferten. Später waren die beiden noch einmal bei der Zugabe „Von den blauen Bergen kommen wir“ zu hören.

Fast schon professionell wurde es dann, als das Ensemble „Con fuoco“ unter der Leitung von Markus Enseroth, das aus Spielern des Akkordeon-Clubs und des Jugend-Harmonikaorchesters Hartenrod besteht, mit dem Titel „Concerto d’Amore“ des holländischen Komponisten Jacob de Haan begeisterte.

Vor der Pause überraschte Haupt-Orchesterleiter Kersten Seelhof seine Frau Beate noch mit der Ehrung für ihr 25-jähriges aktives Mitwirken im Verein, bevor er den Taktstock schwang und außerdem noch immer wieder die Klarinette übernahm. Dabei setzte sich die musikalische Vielfalt schon beim rhythmisch interessanten „Time Machine“ als erstem Stück fort, das Techno, balladenhafte und swingende Elemente miteinander vereinte.

Andere Töne steuerte auch Jana Stupperich bei, die mit ihrem Cello reizvolle Kontraste mit einigen Titeln zu setzen wusste, so schon bei Franz Schuberts Militär-Marsch Nr.1. Besonders nachdrücklich kamen die Vorteile dieser Besetzung beim Beatles-Medley „Help“ zur Geltung, bei dem die Streicherin bei „Yesterdy“ die Führung übernahm und dabei schaffte, was Moderator Markus Enseroth vorhergesagt hatte: die Zuhörer dahinschmelzen zu lassen.

Weitere Überraschungen warteten beim Beitrag „Strahlender Morgen“ von Renato Bui, den Kersten Seelhof singend begleitete und der an eine Big-Band erinnerte. Auch „Caravans“ von Mike Batt, als Seelhof zu den orientalischen Klängen eine Schlange zu seiner Klarinette tanzen ließ, war überzeugend. Zweistimmig intonierten schließlich Marion Nicodemus und Sylke Kessler das „Rennsteiglied“, mit dem sie jedes Kirmeszelt auf die Bänke gebracht hätten.

Nach dem aus klassischer Polka, Walzer und Marsch gebildeten Werk „Dunkelrote Rosen“ ließen sich die Akkordeon-Spieler nur noch zu der Zugabe „Soul Bossa Nova“ überreden, den meisten aus Kaja Yanars „Was guckst du?“ bekannt. Trotz rhythmischen Klatschens ließ sich der Orchesterleiter nicht erweichen und versprach dem Publikum für nächstes Mal mehr.

(Klaus Kordesch)


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